Man erfährt bei der Lektüre Interessantes zum Irakkrieg, zum Umgang der USA und der NATO mit der UNO und zum Jugoslawien Krieg. Vor allem kann man die vielen Militäreinsätze von Libyen bis Afghanistan und die Strategie des Regime Changes etwas besser einordnen. Zum Jugoslawien Krieg wird übrigens die Vermutung bestätigt, dass die Verhandlungen 1998 und 1999 in Rambouillet nicht ernst gemeint waren. (NachDenkSeiten)"Jugoslawien Krieg" passt zu "Regime Change", allerdings weniger zu "Irakkrieg". Das Deppenleerzeichen bleibt rätselhaft.
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3. November 2015
(Nichts) Neues vom Deppenleerzeichen
28. Oktober 2009
Neuyorker Deppenleerzeichen
Die Ursache für das sich ausbreitende Deppenleerzeichen scheint klar zu sein: Wer "New York", "Open Source" und "Digital Divide" schreibt, schreibt eben irgendwann auch "Softeis Liebhaber". Zum Einwand, wie man "New York" denn sonst schreiben solle, hier ein Ausschnitt aus dem Duden von 1906:
Heute gibt es soviele englische Begriffe, die einfach 1:1 übernommen werden, dass deren Schreibweise auf die Schreibung deutscher Wörter übergreift. Deswegen findet man bald mehr "CDU Politiker" als "CDU-Politiker". Ist nur konsequent, schließlich schreibt man auch "Windows Vista", oder?
Zum Thema Deppenleerzeichen gibt es einen StarTrek-Beitrag über einen Borg namens Würfel:
Heute gibt es soviele englische Begriffe, die einfach 1:1 übernommen werden, dass deren Schreibweise auf die Schreibung deutscher Wörter übergreift. Deswegen findet man bald mehr "CDU Politiker" als "CDU-Politiker". Ist nur konsequent, schließlich schreibt man auch "Windows Vista", oder?
Zum Thema Deppenleerzeichen gibt es einen StarTrek-Beitrag über einen Borg namens Würfel:
Obwohl sich Chakotay gegen die Zusammenarbeit ausspricht, fliegen Janeway und Tuvok zum Borg Würfel.Hier endet das heutige Posting, ich schaue mir jetzt eine DVD an: Der 200 Jahre Mann (interessant ist die Diskussionsseite zum Wikipedia-Artikel).
(TV-Programm der Rheinischen Post)
27. Oktober 2009
Rätselhaftes Deppenleerzeichen
Vor drei Jahren versuchte ich eine Regel zu finden, die erklären würde, wann ein Bindestrich und wann dagegen ein "Deppenleerzeichen" gesetzt wird. Leider fand ich keinerlei Logik hinter den gesichteten Beispielen und diagnostizierte, für die Deppenleerzeichensetzer sei Rechtschreibung eben Glückssache. Jetzt inspirierte mich ein Text aus dem Berlin-Magazin 030 (Ausgabe 22/2009, S.57) zum Aufstellen einer neuen Regel. Im Text heißt es zunächst ganz normal:
In einigen US-Bundesstaaten war...worauf dann drei Deppenleerzeichen folgen:
Aber Obacht ostdeutsche Softeis Liebhaber, ...
... neben den Berliner Elektrohouse DJs...
... in kurzatmiger Twitter Mainier...(Der Rechtschreibfehler in Manier ist nicht von mir.) Aber dann kommt's:
Die All-You-Can-Eat-Party-Portion kostet 5 Euro.Deshalb der neueste Versuch einer Deppenleerzeichenregel: Die Anzahl der Bindestriche in einem Text darf sechs nicht überschreiten. Von der Haltbarkeit meiner Regel bin ich allerdings wenig überzeugt.
25. Juni 2007
Bewerbung

Sehr geehrte Damen und Herren,
aus Ihrer Stellenanzeige in der Zeitschrift c't vom 25. Juni 2007 geht hervor, dass Ihre Firma neben einem Berater für IT-Sicherheit dringend einen Germanisten benötigt. Daher bewerbe ich mich hiermit als Berater Ihrer Presseabteilung. Meine jahrzehntelange Erfahrung im termingerechten Verfassen von Texten zu unterschiedlichsten Themen und Anlässen, sowie meine umfassenden Rechtschreibkenntnisse werden Ihnen sicher von großem Nutzen sein.
Mit freundlichen Grüßen,
tris
13. September 2006
Deppenleerzeichen
Kaum hat sich der Genitiv-Apostroph bis in die Duden-Grammatik vorgekämpft, überfällt uns schon das nächste Unheil: Das Deppenleerzeichen setzt seinen "Triumph Zug" unbeirrt fort.
Als Linguist interessiert mich daran lediglich, ob sich eine Regelmäßigkeit finden lässt, die erklärt, wann getrennt geschrieben, und wann ein Bindestrich gesetzt wird. Momentan scheint hier Rechtschreibung aber eher Glückssache zu sein:
Solche Normunsicherheiten kennzeichnen Situationen, in denen ein Wandel im vollen Gange ist oder etwas Neues auftaucht. Ein schönes Beispiel ist die Unsicherheit bei der Schreibung des Neuwortes "Handy" in seiner Anfangszeit:
Die brennende Frage, ob "Handy" oder "handy" bzw. "Handys" oder "Handies" richtig ist, beantwortete der Duden 1996 mit der Aufnahme von "Handy, das, -s" ins Rechtschreibwörterbuch.
Kürzlich glaubte ich, doch eine Leerzeichen-Regel entdeckt zu haben: Nach Fugenelementen steht kein Leerzeichen. Demnach könnte zwar "Stab Hochsprung" irgendwo lauern, aber nicht "Stabs Offizier", "Land Luft" ja, "Lands Knecht" nein. Doch leider stieß ich in dieser vorzüglichen Deppen-Leerzeichensammlung auf den "Urlaubs Check". Pech gehabt.
Wir haben also eine regellose Situation. Wie im Wilden Westen. Nutzen wir's aus! Dann können wir später am Kamin Feuer unsere Enkel mit Gute-Nacht-Geschichten von den wilden alten Zeiten langweilen, in denen man die Tinten Füller noch schwingen konnte, wie's einem passte, und kein Tintenkiller nötig war. Ob in 30 Jahren alle stets brav "Kamin Feuer" oder aber "Kamin-Feuer" schreiben werden, ist doch egal.
Google ist darauf schon vorbereitet: Mit der Anfrage "CIA Gefängnisse" findet man auch alle Seiten, die nur CIA-Gefängnisse enthalten. Der Binde Strich wird von Google nämlich schon längst ignoriert.
Als Linguist interessiert mich daran lediglich, ob sich eine Regelmäßigkeit finden lässt, die erklärt, wann getrennt geschrieben, und wann ein Bindestrich gesetzt wird. Momentan scheint hier Rechtschreibung aber eher Glückssache zu sein:
"Die Idee zu einem schnellen Speicher [...], hatten IBM-Ingenieure schon Anfang der 50er Jahre. Es gelang ihnen aber nicht, die Eisenplatten wirklich plan zu drehen. Im deutschen IBM Labor in Schönaich gelang es schließlich, die Platten mit der nötigen Präzision herzustellen, indem man aus Staubsaugerteilen eine Vakuum-Drehvorrichtung baute." (Heise online)
Solche Normunsicherheiten kennzeichnen Situationen, in denen ein Wandel im vollen Gange ist oder etwas Neues auftaucht. Ein schönes Beispiel ist die Unsicherheit bei der Schreibung des Neuwortes "Handy" in seiner Anfangszeit:
"Die Privaten [...] verfügen über ein stabileres Netz und liefern die handies schneller aus." (taz, 29.3.1993)
"Im Mittelpunkt des Interesses: Handys. [...] Bei eintsprechender Nachfrage und Produktion in großen Stückzahlen können Ende des Jahres die ersten Handies für 1000 Mark zu haben sein." (taz, 31.3.1993)
Die brennende Frage, ob "Handy" oder "handy" bzw. "Handys" oder "Handies" richtig ist, beantwortete der Duden 1996 mit der Aufnahme von "Handy, das, -s" ins Rechtschreibwörterbuch.
Kürzlich glaubte ich, doch eine Leerzeichen-Regel entdeckt zu haben: Nach Fugenelementen steht kein Leerzeichen. Demnach könnte zwar "Stab Hochsprung" irgendwo lauern, aber nicht "Stabs Offizier", "Land Luft" ja, "Lands Knecht" nein. Doch leider stieß ich in dieser vorzüglichen Deppen-Leerzeichensammlung auf den "Urlaubs Check". Pech gehabt.
Wir haben also eine regellose Situation. Wie im Wilden Westen. Nutzen wir's aus! Dann können wir später am Kamin Feuer unsere Enkel mit Gute-Nacht-Geschichten von den wilden alten Zeiten langweilen, in denen man die Tinten Füller noch schwingen konnte, wie's einem passte, und kein Tintenkiller nötig war. Ob in 30 Jahren alle stets brav "Kamin Feuer" oder aber "Kamin-Feuer" schreiben werden, ist doch egal.
Google ist darauf schon vorbereitet: Mit der Anfrage "CIA Gefängnisse" findet man auch alle Seiten, die nur CIA-Gefängnisse enthalten. Der Binde Strich wird von Google nämlich schon längst ignoriert.
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